Frühes Schüsselspülglück

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

LITERATUR Mühen und Magie des Alltags: Friedrich Achleitner kämpft mit Leberkässchwaden, Nicholson Baker mit schmutzigem Geschirr. 

Das jüngste Buch von Friedrich Achleitner hat einen guten Titel ("Wiener Linien"), ein unüblich großes Format und den schönsten Umschlag dieses Frühjahrs: Es zeigt eine Baulücke (wohl die auf Seite 38 ff. des Buches beschriebene in der Otto-Bauer-Gasse 22) und den nach dem Abriss des Hauses sichtbar gewordenen großen Essigbaum ("wie auf einem bild von caspar david friedrich"). Und auf der Rückseite des Covers kann man lesen, was ein gewisser Rolf-Bernhard Essig in der Süddeutschen über den Autor geschrieben hat.

  "Wiener Linien" ist ein schmales Buch mit 75 Kurz- und Kürzesttexten, die sich auf den (öffentlichen) Raum konzentrieren, welchen der Autor zwischen Privatwohnung und Büro, den Bezirken Innere Stadt und Mariahilf, den U3-Stationen Stubentor und Zieglergasse benutzt. An sich eine harmlose und banale Alltagsverrichtung, die aber -


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