Klassische Musikanten

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

MUSIK Mit einer Bearbeitung von Modest Mussorgskys "Bildern einer Ausstellung" hat das ungewöhnlich besetzte Ensemble Amarcord Wien einen klanglichen Volltreffer gelandet. 

Er war ein Gardeoffizier und ein Prolet, ein Frauenheld und ein berüchtigter Einzelgänger, ein begnadeter Musiker und ein überzeugter Dilettant: Modest Mussorgsky, 1839 in dem russischen Dorf Karewo geboren, gilt nicht nur aufgrund seiner Biografie, sondern vor allem auch für seine ganz und gar eigenständige Musik als einer der "russischsten" Komponisten des 19. Jahrhunderts. Ehe er sich bis 1881 buchstäblich zu Tode gesoffen hatte, arbeitete er als Mitglied der Künstlergruppe Mogutschaja kutschka, des "mächtigen Häufleins", mit Mily Balakirew, Alexander Borodin, Cesar Cui, Nikolaj Rimski-Korsakow und Wladimir Stassow an der Entwicklung und Emanzipierung einer originär russischen Kunst.

  Den Bemühungen seiner akademisch ausgebildeten Kollegen, Mussorgsky mit den Traditionen des westlich geprägten Komponierens


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