Kurz und schmerzhaft

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

FILM Lebenshunger und Liebeskummer: Der "Falter" sprach mit dem deutsch-türkischen Regisseur Fatih Akin über dessen neuen Film "Gegen die Wand". 

Mittendrin beginnt die Geschichte: damit, dass einer im Auto gegen eine Betonmauer fährt und eine andere sich die Pulsadern aufgeschnitten hat. Er heißt Cahit, ist Alkoholiker und räumt in einem Lokal die leeren Flaschen und Gläser weg. Sibel, zwanzig Jahre jüngere Deutsch-Türkin der zweiten Generation, hält es zu Hause bei ihrer Familie nicht mehr aus. "Ich will leben, ich will tanzen, ich will ficken", sagt sie und macht ihm einen Heiratsantrag.

  Verzweiflung und Lebenshunger treiben Cahit und Sibel voran, der Titel des Films ist Programm: "Gegen die Wand". Aus der Scheinehe wird Liebe, aus der Liebe, ehe sie noch Erfüllung finden kann, eine Tragödie. "Intuition", vermutet Regisseur Fatih Akin, "meine Kraft liegt in meiner Intuition. Natürlich bring ich Leute auch zum Wahnsinn damit. Heute sag ich etwas zu, bin total überzeugt


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