KEVIN BROWNLOW, FILMHISTORIKER

",Napoléon' bleibt ganz oben"

Kultur | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

Interview: Michael Omasta

Kevin Brownlow, geboren 1938 in Sussex, ist eine Kapazität unter den Filmhistorikern. Die simple Erkenntnis, dass man alte Filme nicht nur archivieren, sondern wie andere Kunstwerke auch restaurieren muss, sprach sich erst nach 1969 in den Filmarchiven in aller Welt herum, als er, gegen den erbitterten Widerstand des British Film Institute, mit einer Rekonstruktion von Abel Gances "Napoléon" begann: eine Pionierarbeit, die neue Maßstäbe setzte und erst 1980 abgeschlossen wurde. Brownlow ist Autor zahlreicher Bücher ("The Parade's Gone By", "Behind the Mask of Innocence", "David Lean: A Biography") und Dokumentationen zur Filmgeschichte (zuletzt "Lon Chaney - A Thousand Faces").

Falter: Wie wird man eigentlich Filmhistoriker?

Kevin Brownlow: In meinem Fall war das eigentlich Zufall. Während meiner Schulzeit habe ich ein paar Filme für meinen Heimkinoprojektor erstanden, und irgendwann wollte ich mehr über sie wissen. Ein Freund ermunterte mich, für eine Amateurfilmzeitschrift


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