Echt fett

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

KUNST Die Autorität des niederländischen Künstlers Rembrandt stellte die Kunstgeschichte auf eine harte Probe. In der Albertina-Retrospektive glänzt er als authentischer Museumsfetisch. 

Eine wissenschaftliche Disziplin stellt sich dann infrage, wenn ihre Methodik an Grenzen stößt. In der Kunstgeschichte passiert das eher selten. Im Falle des niederländischen Malers Rembrandt (1606-1669) sah sich diese in den letzten zwanzig Jahren allerdings vor das Problem gestellt, dass erstaunlich viele ihrer Echtheitszertifikate falsch waren. Selbst ein so bekanntes Bild wie "Der Mann mit dem Goldhelm" erwies sich nach genauer Analyse als nicht von Rembrandts Hand gemalt.

  Waren Generationen von Kunsthistorikern einem geschickten Fälscher auf den Leim gegangen? Hatten sich die Werkzeuge der Stilanalyse als unbrauchbar erwiesen? Welche Art von Autorschaft setzt die Kunstgeschichte voraus, um ein Werk als authentisch auszuweisen? Erhellende Antworten auf diese Fragen gibt die amerikanische


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige