Alle Räder stehen still

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

UNTERNEHMEN Radler des Botendienstunternehmens Veloce streikten vergangene Woche. Sie fordern fairere Arbeitsbedingungen. 

Veloce-Fahrradboten mit ihren gelben Rucksäcken seien ein fixer Bestandteil des Wiener Stadtbildes und ein "Synonym für Vifsein, Flinksein, Fittsein", heißt es auf der Homepage des bekannten Wiener Botenunternehmens. Stimmt. Donnerstag vergangene Woche fehlte also was im Wiener Stadtbild. Bei Veloce standen nämlich alle Räder still. Und zwar buchstäblich: Die Fahrradboten traten in einen Warnstreik und lieferten drei Stunden lang weder Briefe noch Pakete aus. "Ein einziger Radler, den wir nicht kannten, ist gefahren", erzählt Manfred Ecker, Veloce-Bote und Sprecher der Fahrerversammlung. Eigentlich habe man sogar vier Stunden die Arbeit niedergelegt, nach dem offiziellen Streik sei man noch eine Stunde in der Veloce-Zentrale im dritten Bezirk herumgestanden, und keiner habe Aufträge angenommen. "Das war überhaupt das Beste", sagt Ecker. "Wenn man sich jahrelang


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