StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

Hier ist Wien, dem gern eine gesonderte Beziehung zum Wohlklang nachgesagt wird, tatsächlich Musikweltstadt, das ist nicht zu übersehen. Streichinstrumente sonder Zahl, eines wertvoller als das andere, sind in der Geigenreparaturwerkstatt Eriks zu finden, und inmitten der Geigen werkt und lebt seit kurzer Zeit Andreas Franke, 25. Hinter seiner schlichten offiziösen Berufsbenennung "Geigenbauer" verbirgt sich einiges: Der gebürtige Leipziger übt den Beruf in der vierten Generation aus, er ist weltweit gefragter Spezialist für Geigenbögen, er sagt über seinen Job: "Das ist nicht nur eine Arbeit, ich liebe das." In seinem zeitintensiven Handwerk (große Restaurationen können Monate dauern) strebt er mitunter das 17. Jahrhundert an (noch nie hat Franke aber eine Stradivari in Händen gehalten), ansonsten zählt das Heute: In hammerlauten Discos ist Franke durchaus anzutreffen, auch den muskelmäßigen Körperaufbau schätzt der Geigenbauer. Eriks, 4., Plößlg. 10, Tel. 505 41 97, geigenbau@eriks.at Wo. P.


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