Wir bleiben anders

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Vor dem 1. Mai: Was soll die Rede von einer "europäischen Öffentlichkeit". Brauchen wir sowas? 

Noch drei Wochen bis zum 1. Mai. Ein erweitertes Europa, wir mittendrin, und die meisten von uns ohne jede Ahnung, was da wirklich auf uns zukommt. Ja, die meisten haben nicht einmal einen Begriff der Europäischen Union, wie sie bisher war. Selbst unter den klügsten Leuten kann man kaum Einigung darüber erzielen, ob die neue Verfassung denn eine solche wäre oder nur ein Verfassungsvertrag, und was das denn für einen Unterschied machte. Schon diskutiert man ernsthaft über den Beitritt der Türkei - oder steht uns nicht Weißrußland um einiges näher?

  Uns? Wer sind denn wir? Die Brüsseler Bürokraten, Zentrum eines Staatenbunds auf dem Weg zum Bundesstaat oder sonst wohin, mit neuen Mitgliedern, denen man unterstellt, sie wären lieber der 51. Bundesstaat der USA als der 16. oder 25. Mitgliedsstaat der EU? Die Abgeordneten zum Europäischen Parlament, die


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