ANTISEMITISMUS IN DER EU

"Beträchtlicher Anstieg"

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

Die Österreicher sind ganz die Alten. Ihr Antisemitismus hat traditionelle Wurzeln, er ist von "verworrenen Stereotypen" geprägt. Selten gehen sie auf Juden mit körperlicher Gewalt los. Dafür lassen sie im Alltag häufig Sprüche von "extremer Gehässigkeit" vom Stapel.

  Das sind Ergebnisse einer Studie des Europäischen Zentrums zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC), in der das Phänomen Antisemitismus unter die Lupe genommen wurde - nicht nur in Österreich, sondern in der gesamten EU. Seit wenigen Tagen liegt die Untersuchung nun endlich offiziell vor. Die erste, vom Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung ausgearbeitete Version hatte das EUMC im Vorjahr unterdrückt, weil es ihr an methodischer Qualität gemangelt haben soll. Prompt setzten sich die Rassismuswächter dem Vorwurf der Zensur aus, denn der Bericht barg politische Brisanz. Vor allem unter den Muslimen grassiere gewalttätiger Antisemitismus, lautete die Kernaussage.

  Die 344 Seiten


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