Streit oder Streik?

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

ÖBB Eisenbahner und Regierung streiten schon wieder. Demnächst entscheiden die ÖBBler, ob sie wieder streiken.

Wir haben bereits an die 75 Millionen Euro Einsparungsvolumen erreicht", freut sich der oberste Eisenbahner Wilhelm Haberzettl. "Von einem befriedigenden Ergebnis kann keine Rede sein", schimpft sein schwarzes Gegenüber Helmut Kukacka. Höchstens die Hälfte des vereinbarten einzusparenden Betrages, nämlich 50 Millionen Euro, sollen erst in der Kasse sein. Von Harmonie zwischen Eisenbahngewerkschafts-Chef Haberzettl und Verkehrsstaatssekretär Kukacka ist auch fast ein halbes Jahr nach dem ÖBB-Streik noch nichts zu bemerken.

  Vergangenen November reagierten die Eisenbahner auf den Plan der Regierung, mittels Gesetz in ihre Dienstverträge einzugreifen, mit Arbeitsniederlegung. Die Gewerkschaft konnte durchsetzen, dass sie selbst mit dem ÖBB-Vorstand ein neues Dienstrecht auspokern darf. Die Eisenbahner mussten dafür zusichern, dass sie hundert Millionen Euro einsparen.


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