Soap fürs Volk

Medien | EVA BAUMGARDINGER | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

FERNSEHEN Erwin Pröll fand vor kurzem eine neue Bühne, um eine Show abzuziehen: In einem Wachau-Film spielte der Landeshauptmann sich selbst. Warum sich Politiker so gerne ins Unterhaltungsfernsehen drängen. 

Thomas Gottschalk ist zerknirscht. "Bei mir ging es los. Ich bin schuld", jammerte der Moderator von "Wetten, dass ...?" neulich in seiner Talkshow. Der Grund für seine Reue: Gottschalk hatte den deutschen Kanzler Gerhard Schröder auf die Plaudercouch in seiner Sendung gelassen. Der Gratiswerbeauftritt vor einem Millionenpublikum sorgte prompt für Naserümpfen bei deutschen Medien und Opposition. Das war in der Februar-Sendung vor fünf Jahren. Seither hat der Wettonkel ein schlechtes Gewissen und witzelt schon mal live: "Ich fühle mich heute noch ein bisschen verantwortlich dafür, dass die deutsche Politik im Graben ist."

  Dem deutschen Kanzler hatte der Auftritt bei Thomas Gottschalk nämlich so gut gefallen, dass er kurz nach "Wetten, dass ...?" gleich zu Harald Schmidt


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