Kommentar

Darf man Kabarett subventionieren?

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

Andreas Mailath-Pokorny bleibt aber auch wirklich nichts erspart. Mitten in die Debatte um die Neupositionierung von Theater an der Wien und Ronacher, just zu einem Zeitpunkt, da eine ehrgeizige Reform der gesamten Wiener Off-Theaterszene angelaufen ist, stehen jetzt auch noch die Betreiber von Wiens Kleinkunstlokalen (siehe den Bericht auf Seite 20 ff.) vor der Tür des Stadtratbüros und rufen nach Brot.

"Sollen sie doch Kuchen essen!", hätte es vor kurzem wohl noch geheißen. Kabarett muss sich selbst tragen, lautete ein ungeschriebenes Gesetz der Kulturpolitiker (die froh waren, wenigstens von einer Berufsgruppe nicht um Geld angegangen zu werden). Mit gutem Grund galt die Branche als nicht subventionswürdig: Anders als im Theater oder gar in der Oper ist der technische und personelle Aufwand im Kabarett denkbar bescheiden; wenn man sich einmal im Kopf ausrechnet, wie viel Kasse Stars wie Düringer oder Resetarits an einem Abend machen (Eintrittsgeld mal Zuschauerzahl, davon sechzig

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