Der Charme des Ei-Brots

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

KABARETT Obwohl die Vorstellungen von Düringer, Resetarits, Vitásek & Co nach wie vor ausverkauft sind, stehen die Wiener Kleinkunstlokale vor dem finanziellen Abgrund. Jetzt wird in der Szene der Ruf nach Subventionen laut. 

Früher war alles besser. Wer das sagt, ist nicht mehr der Jüngste. Tatsächlich sind die Wiener Kabarettlokale in die Jahre gekommen, und sie hatten es schon einmal leichter. Nicht, dass die Leute nicht mehr ins Kabarett gehen würden. Aber man muss heutzutage mehr dafür tun. Noch vor ein paar Jahren hat eine kleine Zeitungsnotiz genügt, und die Fans sind für ein neues Programm von Lukas Resetarits oder Roland Düringer stundenlang Schlange gestanden; wochenlange Spielserien waren binnen Stunden ausverkauft. Plakate wären damals als Verhöhnung des Publikums verstanden worden, hektografierte Spielpläne waren die einzige PR-Maßnahme.

  "In der goldenen Ära des Kabaretts war Werbung verpönt", erinnert sich Manager Georg Hoanzl, der Stars wie Josef Hader


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