LOKAL-TEST

Im Zweifelsfall Würstel mit Saft

Kultur | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

Okay, wegen des Essens gehen wohl nur die wenigsten in ein ausgewiesenes Kabarettlokal, manchmal ist Essen & Trinken ganz einfach Nebensache. Wie auch immer, trotz regelmäßigem Update beim Programm muss man bei Wiens Kabarettlokalen in Sachen Ausstattung und Speisekarte eine Verharrung feststellen, die in anderen Bereichen der Szenegastronomie eher nicht vorstellbar wäre. Erklärbar vielleicht damit, dass man die späten Achtzigerjahre als Blütezeit der Kabarettbewegung erachtet und man die ganzheitlichen Kreise durch zeitgemäßere Gastronomie nicht irritieren will. Oder weil es das Publikum genau so und nicht anders haben will; oder weil schlicht und ergreifend die Kohle für eine Adaption fehlt.

Spektakel Das Spektakel existiert bereits seit gut zwanzig Jahren und hat diese auch so weit unbeschadet und - verändert überstanden: die graue Wand, der Leuchtstreifen im Boden vor der Bar, die Halogenspots, irgendwie auch die Musik - erstklassiges Ensemble der frühen Achtziger. Und wenn


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