Machtspiele in Catville

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

FILM In "The Cat in the Hat" macht Mike Myers als Kater Theater und eine Kleinstadtwelt zum Katzenklo. 

Der eingedeutschte Titel ist ehrlich: "Ein Kater macht Theater". Der Originaltitel "The Cat in the Hat" ließe ja - zumal mit Blick auf das Kinderbuch von Dr. Seuss - Eigendynamik erzeugende Sprachspiele erwarten. Stattdessen aber macht einfach ein mannsgroßer Kater, was der deutsche Titel verspricht. Und wen wundert's? Wie Jim Carrey als "Grinch" anno 2000 nutzt nun Mike Myers in Katzenmaske die Idee, eine Dr. Seuss-Vorlage zu Show-off-Optionen für Körperkomik-Stars zu machen.

Der Kater tobt und zotet, entfesselt "two things" ("Thing 1" und "Thing 2") und shiftet mit pflichtgemäßer Rasanz Körperform und Realitäten: Muttis Küche mutiert zum Fernsehkochstudio, eine grelle, halbdigitale Familienwelt gebiert eine grellere, dreivierteldigitale Parallelwelt. Dass er als Ausstatter gut ist (etwa für Tim Burton oder "Men in Black"), will Regisseur Bo Welch offenbar auch mit seinem Regiedebüt


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