Der Mann im Mond

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

MUSIK Der "Falter" traf den US-Saxofonisten Charles Lloyd in der Schweiz, um mit ihm über sein jüngstes Album, die Überwindung von Zeit und Raum und das Ende der Ära Bush zu sprechen. 

Jetzt, nachdem die Zuhörer einen eher viskosen, mit Überblendungsexzessen verwackelter Amateuraufnahmen aufwartenden Dokumentarfilm über sich ergehen haben lassen, betritt der Mann selbst das Halbdunkel der Bühne. Die gebückte Haltung unterspielt seine an sich stattliche Statur, die nicht gerade breitenübliche Mütze auf dem Silberhaar unterstreicht den Eindruck, dass da einer von einem anderen Stern, gewiss aber von einer anderen Baustelle kommt.

  Trotz der nicht gerade grimmigen Außentemperaturen - von den klimatischen Bedingungen in der geschlossenen, mit 300 Menschen besetzten Halle einmal ganz zu schweigen - trägt der Mann einen Schal und eine Reihe von dicken wollenen Jacken, derer er sich nach und nach entledigt. All das verstärkt den mönchischen Eindruck, den er hinterlässt. Es könnte


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