NÜCHTERN BETRACHTET

Gemeinsam mit Garry und Gattin in Genf

Kultur | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

Die Flugtrottelhunde hatten versagt. Vielleicht war es ja einfach die schiere Menge gewesen. Drogenhunde werden vermutlich auch eher unbrauchbar, wenn man ihnen ein halbes Kilo Koks in die Nase bläst. Und im Flugzeug nach Genf hatte gleich ein ganzes Rudel Flugtrottel Platz genommen; oder vielmehr: das Flugtrottelrudel weigerte sich, eine Viertelstunde nach dem Verstreichen des offiziellen Abflugtermins endlich Platz zu nehmen, weil man auf die gute Idee verfallen war, jetzt untereinander Plätze zu tauschen, und das mit einer Reihe leichtfüßiger Scherzworte zu begleiten beliebte ("Ihr hobts do gsogt, es woits Bisnissklass sitzn?!"). Man tauschte Namen von unsinnigen Drinks, mit denen man sich auf der letzten gemeinsamen Reise dichtgemacht hatte, die Frau des Flugtrottelleitwolfs zückte einen Flachmann, der Flugtrottel hinter mir beschimpfte die Stewardess als "depperte Gaaß", weil sie seinem Wunsch nach einem bulgarischen Frühstück mit Pediküre und Schamhaarshaping nicht sofort


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