Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 15/04 vom 07.04.2004

Sex: Porno (8)

Ich glaube, ich kann mit Pornofilmen deshalb wenig anfangen, weil ich auch Science-Fiction nicht spannend finde. Wie sich Regisseure die Zukunft ausmalen, ist meistens so unrealistisch, dass man es nicht ernst nehmen kann. Dasselbe gilt für Pornos: Menschen, die einander nie zuvor gesehen haben, sind auf einmal nackt und praktizieren Sekunden später Analverkehr. Was soll das? Pornografie imaginiert eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. Mir ist das wirkliche Leben trotzdem lieber. Da ist zwar bei weitem nicht alles möglich, was man sich so vorstellen würde. Aber wenigstens darf man noch träumen. W. K.

Fussball: 1. April

Am 1. April lancierten Kurier und Standard eine Juxmeldung: Der neue Austria-Trainer Günter Kronsteiner wäre nach dem 5:1 gegen Sturm bei Frank Stronach schon wieder in Ungnade gefallen. Begründung: "Hätte Gilewicz nicht vier Tore geschossen, wäre das Match nur 1:1 ausgegangen." Obwohl Aprilscherze an sich ein Übel sind, war das ziemlich lustig. Das wirklich Irre daran aber war, dass man es einen Moment lang tatsächlich geglaubt hat. Und: Die Einsicht, dass das nicht stimmen kann, erfolgte nicht etwa aus inhaltlichen, sondern nur aus formalen Gründen (der Artikel war zu klein, um wahr zu sein). Manchmal steckt in falschen Meldungen mehr Wahrheit als in richtigen. W. K.


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