"Wollen keine Posterln"

Politik | ARMIN THURNHER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 16/04 vom 14.04.2004

GRÜNE Klubchef Christoph Chorherr über seinen Rückzug von der Wiener Parteispitze, die Vorzüge seiner Nachfolgerin, die Selbstzufriedenheit der Rathaus-Roten und seine Vorbereitungen für den Day After. 

Christoph Chorherr hatte nie einen leichten Stand bei den "Basiswapplern". Der Klubobmann der Wiener Stadtpartei gilt als Oberrealo und Pragmatiker. Statt aufmüpfiger Oppositionspolitik widmete sich der Grüne lieber seinen schrägen Ideen, von denen er auch einige umsetzte: die autofreie Siedlung in Floridsdorf etwa, oder die Stadträder, mit denen die Wiener herumkurven können. Damit nicht genug, war Chorherr der erste Öko in Österreich, der klar und deutlich den Machtanspruch stellte. Im Februar 2000 erklärte er sich bereit für Rot-Grün in Wien, und nach der Nationalratswahl 2002 empfahl er Van der Bellen, Glawischnig & Co vor allen anderen Parteikollegen, Regierungsverhandlungen mit Kanzler Wolfgang Schüssel aufzunehmen. Mehr hatten die Wiener Fundis nicht gebraucht - sie


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