Kommentar

Was soll das Donaufestival?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 16/04 vom 14.04.2004

Am Wochenende beginnt das Donaufestival. Zwischen Krems und Korneuburg drei Wochen lang afrikanische Musical- und Shakespeareinszenierungen, Uraufführungen neuer österreichischer Stücke und Konzerte unterschiedlichster Art auf dem Programm. Zum letzten Mal wird das Festival heuer von Stephan Bruckmeier und Eva Hosemann programmiert; 2001 haben die beiden die Intendanz übernommen und mit dem Enthusiasmus der neuen Besen zunächst einiges bewegt: Das Festival wurde um sechs Wochen vorverlegt (um nicht mehr mit den Wiener Festwochen zu kollidieren); als Spielorte wurden alte Industriehallen adaptiert (um die bisher üblichen Zirkuszelte abbauen zu können); das Programm wurde ziemlich kompromisslos auf Avantgarde getrimmt (um das Festival international konkurrenzfähig zu machen).

Drei Jahre später ist die Euphorie verflogen, das aktuelle Programm wirkt dünn und konzeptlos. "Vor zehn Jahren wurde die Apartheid in Südafrika offiziell aufgehoben. Vor einem Jahr wurde der Irakkrieg offiziell

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