HERMANN CZECH

"Die Ausstellung tappt in eine Falle"

Kultur, FALTER 16/04 vom 14.04.2004

Der Wiener Architekt Hermann Czech, 67, studierte bei Konrad Wachsmann an der Salzburger Sommerakademie und bei Ernst Plischke an der Akademie der bildenden Künste; seit einer Woche ist das von ihm geplante Messehotel im Prater in Bau, im Herbst tritt er eine zweijährige Gastprofessur in Zürich an. Czech schrieb zahlreiche theoretische Texte über Architektur und war ein prononcierter Kritiker der in der Ausstellung "The Austrian Phenomenon" thematisierten utopischen Architektur.

Falter: Waren Sie überrascht, in einer Ausstellung über das von Ihnen kritisierte "Austrian Phenomenon" vorzukommen?

Hermann Czech: Die Ausstellung müsste eigentlich "One Austrian Phenomenon" heißen. Peter Cook meinte mit "The Austrian Phenomenon" einen bestimmten Ausschnitt, der ja selbst durchaus heterogen war. Aber außerhalb dieses Ausschnitts gab es jedenfalls andere zeitgenössische Positionen. Ich war vielleicht der Einzige, der dieses "Phänomen" explizit kritisiert hat, aber sicher kein Teil davon.

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