Härter? Schneller! Lauter!

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 16/04 vom 14.04.2004

FILM In "Dawn of the Dead", dem Remake des beunruhigenden Horrorklassikers "Zombie", ist wieder alles ganz normal, vor allem wir. 

Es gibt keinen härteren Film", hieß es 1978 lapidar im Trailer zu "Zombie". Unter diesem Titel wurde hierzulande "Dawn of the Dead" beworben, das Mittelstück von George A. Romeros 1968 begonnener, 1986 beendeter Trilogie über lebende Tote. Die PR wartete auch mit dem Hinweis auf, dieser "größte Kulturschocker aller Zeiten" werde "die ruhigen Siebzigerjahre in Unruhe versetzen".

  Schaut man sich "Dawn of the Dead" heute an, zumal im Vergleich mit seinem gleichnamigen Hollywood-Remake, dann ist die Sache mit der Härte und dem Zeitbezug ambivalent. Einerseits hat sich das allfällige Schockpotenzial schonungsloser Offenbarungen vom Blut-und-Beuschel-Film ins Kandidatenfolterfernsehen verlagert; also versucht sich die Neuverfilmung erst gar nicht groß in body horror. "Hart" und beunruhigend war an Romeros Film andererseits, wie er den Plot von der Kleingruppe,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige