"Ja, ich bin ein Ufo"

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 16/04 vom 14.04.2004

FILM Ein Porträt der Wiener Filmkünstlerin Bady Minck, die mit "Im Anfang war der Blick" einen sehr eigenwilligen Heimatfilm gedreht hat. 

Die Kamera, das Auge. Oberer und unterer Bildrand sind leicht gewölbt, als hätten bei der Aufnahme müde Lider über dem Objektiv geruht. Wir sehen eine geräumige Altbauwohnung, abgetretenes Parkett, die Wände mit Schränken voll Büchern. Irgendwo im Hintergrund geistert der Besitzer durch die Räume, kramt in Karteiladen, die merkwürdige Aufschriften tragen, und packt Fernglas, Taschenlampe, Kompass ein, während uns aus dem Off jemand etwas in der Art von "Windhose, Lederhose, Neurose ..." zuraunt. Wir sind in der Klause eines Dichters, zu Besuch bei Bodo Hell, der in diesem Moment einen dicken Wälzer aufschlägt, der denselben Titel hat wie dieser Film: "Im Anfang war der Blick".

  Was nach einer Dokumentation aussieht, wie das Porträt eines Autors beginnt, ist reine Fiktion: Die Zimmer wurden einem Storyboard nachgebaut, die Bücher angemietet


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