IN KÜRZE

Kultur | aus FALTER 16/04 vom 14.04.2004

Schließt die Kulisse? Die Debatte um die Krise der Wiener Kabarettbühnen (der Falter berichtete in der letzten Ausgabe ausführlich) hat sich auf spektakuläre Weise verschärft: Doris Ringseis, Geschäftsführerin der Kulisse, kündigte (oder drohte?) vorige Woche in einem offenen Brief die Schließung des Lokals mit 31. Dezember 2004 an. Der radikale Schritt wird damit begründet, dass Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny sein "Versprechen, eine Lösung für die Kulisse zu finden", nicht eingehalten habe. Das Kulturamt hatte einen Deal mit der Fernwärme Wien eingefädelt: Das Energieunternehmen wird ab Herbst mit den Kabarettlokalen kooperieren, was für finanzielle Entlastung sorgen wird. Ringseis aber will mehr: Die Kulisse soll von der Stadt "entschuldet" werden, es geht um "Altlasten" in Höhe von circa 110.000 Euro. "Das Kulturamt hat mich neun Monate lang vertröstet - und dann hängen lassen", klagt Ringseis. Als "unverständlich" bezeichnet Thomas Stöphl, Leiter des Theaterreferats


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