Ach, Mann!

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 16/04 vom 14.04.2004

NEUES LOKAL Ein junger Mann betreibt am Rudolfsplatz seit kurzem das Recycling eines Animierlokals.

Grob geschätzt, könnte man sagen, ist die große Zeit des American-Bar-Revivals in Wien wieder vorbei. Vor sieben oder acht Jahren verging keine Woche, in der nicht einer das Prinzip der schummrigen Theke und der gemischten Liköre neu entdeckt hätte. Das führte zu einigen wenigen wirklich schönen und guten Lokalen und zu einer ganzen Menge verzichtbarer Exemplare, bei denen die Atmosphäre nicht passte, die bloß aufgesetzt wirkte und peinlich mit Klischees spielten.

Sei es, dass das Thema ausgereizt ist, sei es, dass die 0,5-Promille-Grenze eine Veränderung des Konsumverhaltens mit sich brachte, sei es, dass das Modell der mediterranen Weinbar den Leuten hier einfach mehr entgegenkommt, die American Bars büßten jedenfalls Zulauf ein. Viele machten zu, einige probierten es mit einer Zweitnutzung als Restaurant, die meisten versanken in der Bedeutungslosigkeit.

Was den jungen Reza aber

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