Ende des Bürgerlichen

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 17/04 vom 21.04.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Bei der Bundespräsidentenwahl erklärt bürgerliches Marketing bürgerliche Manieren zur Makulatur. 

Ich stehe noch frisch unter dem Eindruck der TV-Konfrontation. "Frisch" sollte ich nicht sagen. Schon hat der Lopatkismus versucht, dieses Wort zu usurpieren. "Frischer als Fischer" habe seine Kandidatin gewirkt, sagte der schwarze Spin-Doctor Reinhold Lopatka. Der nach ihm benannte Lopatkismus will die Leute nicht nur dazu bringen, gegen ihre Interessen zu wählen (das ist man schon gewohnt), er nutzt auch die Mechanik der landläufigen Vorurteile zu seinen Gunsten. War es nicht ein Lopatkismus avant l'homme, der uns vor 18 Jahren weismachen wollte, wir müssten gerade das Gegenteil dessen wählen, was das Ausland uns vorschreiben möchte? Kurt Waldheims Slogan: "Wir wählen, wen wir wollen" bedeutete: Von denen da draußen, vor allem von diesem ostküstischen Weltjudentum lassen wir uns nichts vorschreiben.

Aber ist die Anpreisung der zungenfertigen Außenministerin,


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