Die letzten Meter

Politik | NINA HORACZEK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 17/04 vom 21.04.2004

PRÄSIDENTSCHAFT Bis zuletzt buhlen die beiden Kandidaten um jede Stimme. Heinz Fischer quält sich durch das blaue Lager, Benita Ferrero-Waldner versucht sich erstmals als Feministin. 

Die starken Männer waren sichtlich bemüht, bei der Dame Eindruck zu schinden. Zwei Dutzend Wega-Männer traten vergangene Woche in der Wiener Rossauer Kaserne an, um der schwarzen Präsidentschaftskandidatin vorzuführen, dass sie jede noch so bedrohliche Lage im Griff haben. Zuerst rangen die Hünen einen brüllenden Attentäter nieder, wenige Sekunden später setzten sie einen Irren außer Gefecht, der sich in einer sechsstöckigen Häuserattrappe verschanzt hatte. "Toll! Sehr eindrucksvoll! Man fühlt sich gut beschützt durch Sie", strahlte die Außenministerin. Nur an dem Tisch, wo die Schutzwesten des Sonderkommandos aufgestapelt waren, setzte Benita Ferrero-Waldner eine besorgte Miene auf. Dort pickte sie sich den schwersten aller Brustpanzer heraus und eröffnete dem Publikum, was sie offenbar


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