Hilfe statt Krankenschein

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 17/04 vom 21.04.2004

ASYL Flüchtlinge, die nicht vom Staat betreut werden, haben nicht nur keine Unterkunft, sondern können auch nicht zum Arzt. Zwei neue Projekte sollen nun helfen. 

Tuberkulose, Tropenkrankheiten, Lungenentzündung. "Wir haben hier wirklich schon so gut wie alles gehabt", erzählt eine Mitarbeiterin von "AMBER" im 5. Bezirk. Nur eines wird man bei AMBER ("Ambulanz & Beratung") nicht finden: Krankenscheine. Hierher kommen nur Menschen ohne Krankenversicherung - Asylwerber ohne Bundesbetreuung, nicht anerkannte Flüchtlinge, Migranten oder Österreicher, die sich einen Arztbesuch nicht leisten können. Die Behandlung ist gratis, die Nachfrage enorm: Obwohl der Probebetrieb erst vor kurzem aufgenommen wurde, ist das Wartezimmer gesteckt voll.

  Etwa 160.000 Menschen über 15 Jahre - also zwei Prozent der Bevölkerung - sind in Österreich im Krankheitsfall nicht versichert. So lauten die neuesten, im Auftrag des Gesundheitsministeriums erhobenen Zahlen.

  Besonders dramatisch ist die Situation


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