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Kultur | THOMAS PRLIC | aus FALTER 17/04 vom 21.04.2004

ARCHITEKTUR Eine langfristig angelegte Ausstellung im Architekturzentrum Wien zeigt die Entwicklung Wiens zur modernen Großstadt. 

Die Otto-Wagner-Pavillons am Karlsplatz sind reine Show. Nicht etwa, weil der Architekt Otto Wagner die Stadtbahnstationen ursprünglich als potemkinsche Fassaden errichtet hätte. Doch beim Neubau der U4 und der Umgestaltung des Karlsplatzes Anfang der Siebzigerjahre wurden die zur Jahrhundertwende gebauten Stationen abgetragen, restauriert - und mitsamt neuer Nutzung nur ungefähr am alten Standort wieder aufgestellt.

  "Denkmalpflegerisch ein Beispiel dafür, dass man ein Objekt scheinbar in seiner physischen Substanz konservieren, es aber durch die Vernichtung des Sinnzusammenhanges zu einer Attrappe seiner selbst verwandeln kann", vermerkt dazu Friedrich Achleitner im Ausstellungstext der a-schau. Das umfassende Archiv des Wiener Architekturtheoretikers bildet die Basis der semipermanenten Ausstellung im Architekturzentrum Wien (AzW), die dem österreichischen


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