KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 17/04 vom 21.04.2004

Wer als junger Mensch aus der Provinz nach Wien kommt, wird oft enttäuscht. Die hohen Erwartungen an die Großstadt sind meist überzogen. Dafür entsteht aber gerade aus dieser Ernüchterung und der Reibung mit der frustrierenden Realität viel Neues - zum Beispiel Thomas Bernhards grimmiges Porträt der verknöcherten Wiener Bildungselite.

Nach Bernhards Roman "Holzfällen" benennt sich jetzt eine Ausstellung von Stephan Lugbauer, Albert Mayr, Johann Neumeister und Kerstin von Gabain in der Gabriele Senn Galerie (bis 15.5.). Die jungen Künstlerinnen und Künstler haben die Diskrepanz zwischen Stadt und Land durch die Gegenüberstellung eines typisch großbürgerlichen Kristalllusters und einer überdimensionierten, klobigen Sitzecke zum Ausdruck gebracht - und so auch die unattraktiven Seiten beider Alternativen. Auf den starken Auftakt gemeinsamer Autorenschaft folgen in der Schau leider nur weniger prägnante Einzelarbeiten. Einzig Johann Neumeister geht auf das Thema weiter ein: mit


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