Im Arsch - buchstäblich

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 17/04 vom 21.04.2004

LITERATUR Mit seinem derben Debüt "Jesus von Texas" hat sich DBC Pierre den Booker Prize und eine neue Existenz erschrieben. 

Vermutlich ist der renommierte, seit 1969 vergebene Booker Prize zuvor noch nie an einen derartigen Tunichtgut vergeben worden wie an DBC Pierre. Unter diesem Namen (die Initialen stehen übrigens für Dirty But Clean) hat Peter Warren Finlay seinen Roman "Jesus von Texas" veröffentlicht, die 50.000 Pfund für den begehrtesten Literaturpreis des Commonwealth abgecasht und mittlerweile - angeblich - alle seine Schulden beglichen.

  Ein vollständiges Register der Schandtaten des in Australien geborenen Sohnes englischer Eltern liegt nicht vor, aber neben Betrug in jeder Bedeutung hatte Finlay über die Jahre eine Vorliebe für schnelle Autos (die eine Rekonstruktion seines Gesichts notwendig machte) und ebensolche Drogen kultiviert, die er zwischen Texas und Mexiko auslebte. In einem Interview mit dem englischen Guardian meinte er dazu: "Ich liebe dieses Grenzland,


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