Der richtige Mann

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Fischer in der Hofburg - passt. Enthebt die SPÖ aber nicht der Notwendigkeit, Politik zu machen. 

Die Wahl ist geschlagen, sie ist gut ausgegangen. Gegen Heinz Fischer als Bundespräsident können selbst seine Gegner wenig sagen. Selten lagen die öffentliche Selbstdarstellung eines Politikers und die Anforderungen eines Amtes näher beieinander als in seinem Fall. Das Wort vom Ersatzkaiser ist unangebracht, dennoch prädestiniert die freundliche Distanz, die Fischer selbst noch im Siegesjubel an den Tag legte, ihn für jene "quasi-sakrale" Aura, die dieses postmonarchische Amt eben umgeben sollte. Nicht umsonst nennen die besten Kenner dieses Amtes den Bundespräsidenten eine Art "Hohepriester des Staates", der zu gegebenen Anlässen "zu Fragen der Staatsmoral" Stellung zu nehmen habe (Hans-Georg Heinrich, Manfried Welan: Der Bundespräsident, in: Handbuch des politischen Systems Österreichs).

  In diesem vor 15 Jahren geschriebenen Artikel meinen die Politologen,


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