Arbeitslose erwünscht?

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

KOMMENTAR Zum Ersten Mai: Seit drei Jahren steigt die Arbeitslosigkeit. Will oder kann die Politik nichts dagegen tun? 

Der Tag der Arbeit am Ersten Mai bietet für viele Regierungen in Europa wieder einmal Gelegenheit, den Kampf gegen Arbeitslosigkeit zu beschwören. Unterm Jahr wiederholt sich allerdings seit Anfang 2001 Monat für Monat die gleiche lapidare Meldung: Die Zahl der Arbeitslosen liegt bereinigt um Saisoneinflüsse neuerlich höher als im Vormonat. Zuletzt waren in Österreich 247.000 Personen offiziell als arbeitslos gemeldet, das ist um 62.000 mehr als im Jänner 2001. Vor allem junge Menschen finden keinen Zugang zu regulären Beschäftigungsverhältnissen, die Jugendarbeitslosigkeit ist höher als je zuvor. Ganz ähnlich das Bild in der gesamten EU. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt fast 15 Millionen, damit liegt sie um mehr als eine Million höher als vor drei Jahren. Der Erste Mai bringt nicht nur Politikerreden zur Arbeitslosigkeit, sondern auch die Erweiterung der


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