FISCHER-SEKRETÄR BRUNO AIGNER

"Staatsbankette sind nicht meine Stärke"

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

Halt, stopp!", schreit der Mann, der draußen an der Türschnalle hängt. Doch der Chauffeur gibt Gas. In seiner Limousine kutschiert er den neuen Präsidenten Heinz Fischer und seinen Tross den ganzen Abend durch Wien. Vom Wahlbüro zum Innenministerium, vom Fernsehstudio zur Parteizentrale und wieder zurück. Doch ausgerechnet Fischers treuesten Mitarbeiter hätte der Fahrer bei der Zickzacktour fast auf der Straße vergessen. Bruno Aigner hetzt dem dicken Mercedes hinterher. Schließlich holt er ihn doch noch ein.

  Lange Zeit sah es nicht so aus, als würde Bruno Aigner noch einmal den Sprung in eine neue Karriere schaffen. Seit 28 Jahren ist er Sekretär von Heinz Fischer, früher Klubobmann, dann Nationalratspräsident. Berühmter wurde der 61-Jährige aber in einer freiberuflichen Rolle. Als "Querdenker" geißelte Aigner die SPÖ immer dann, wenn es dieser schlecht ging - also recht oft. Sein berühmtester Satz - "Es ist kalt geworden in der Partei" - brachte ihm unter den Genossen


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