EU-WAHLKAMPF

Und weiter geht's!

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

Der SPÖ-Vorsitzende machte es spannend. Bis zuletzt wusste niemand, wen er als Spitzenkandidaten für den EU-Wahlkampf aufzustellen gedachte. Nicht einmal er selber. Der Listenerste von 1996, Hannes Swoboda, erschien ihm irgendwie nicht glamourös genug. In letzter Minute zauberte Viktor Klima dann vor fünf Jahren den Bestsellerautor Hans-Peter Martin hervor.

  Heuer war die Situation ähnlich. SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer ließ seinen Brüsseler Delegationsleiter Swoboda und den roten Europasprecher Caspar Einem bis zum Wochenende in der Warteschleife hängen. Eigenartig? Immerhin wird bereits in sieben Wochen gewählt. "In einer Firma, in der kommuniziert wird, wäre das eigenartig, ja", sagt Einem. Er zog den Kürzeren. Hannes Swoboda wird die SPÖ-Liste für den 13. Juni anführen, ihm zur Seite werden die Europaabgeordneten Maria Berger und Herbert Bösch gestellt.

  Und noch eine Parallele zu 1999: Martin droht wieder, den Wahlkampf - vorsichtig ausgedrückt - aufzumischen. Diesmal


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