Der exportierte Maltese

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

MALTA Er predigt für Matrosen und Alsergrunder. Jetzt hofft Pfarrer Joseph Farrugia, dass seine Heimat bald mehr wird als ein überbuchtes Tourismusland. 

Jeder will was von Hochwürden. Radiosender, Zeitungen, alle landen irgendwann bei Joseph "Joe" Farrugia. Wie schaut das jetzt aus mit Malta und dem EU-Beitritt. Wie ist das Inselvölkchen so drauf? Farrugia gibt geduldig Auskunft, ein Schmäh hie und da, der langjährige Pfarrer der Votivkirche lässt sich nicht aus der Ruhe bringen - obwohl "es schon ein Wahnsinn ist, dass 125 Jahre Votivkirche und Maltas EU-Beitritt gleichzeitig sein müssen", sagt der 55-Jährige. Jeans, dunkler Vollbart, die Cohiba im Mundwinkel, der Typ Jazzmessenpriester, lebt Farrugia seit 36 Jahren in Wien - als quasi dienstältester Maltese der Stadt. Denn bisher hat es nur dreißig Bürger des kleinsten künftigen Mitglieds der Europäischen Union nach Wien verschlagen. Botschaftspersonal und UNO-Leute inklusive.

  Farrugia kam damals sozusagen im Auftrag


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