Beinahe ein Star

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

LETTLAND Er ist lettischer Rekordfußballer. Dennoch hofft der Admira-Legionär Vitalij Astafjew, dass ihm die EU das Leben im eigenen Land erleichtert. 

Das "s" am Ende stört. Es passt einfach nicht zu einem melodiösen russischen Namen. Wem, bitte, gefällt schon "Vitalijs"? Doch die Behörden sind unerbittlich. Ein echter Lette soll auch wie ein echter Lette heißen, meinen sie. Also musste Vitalij Astafjew seine Endungen verhunzen, um einen Pass ausgestellt zu bekommen. Dort steht er jetzt als "Vitalijs Astafjews" drinnen.

  Der 33-Jährige schüttelt den Kopf. Ihm geht es wie 800.000 seiner Landsleute. Immer wieder schikaniert die lettische Regierung die russische Minderheit im Land, obwohl die ein Drittel der Bevölkerung stellt. Doch jetzt hoffen die Russen auf einen starken Verbündeten. Astafjew: "Ich hoffe, dass uns die europäische Union hilft."

  Dabei hat Vitalij Astafjew eine Menge dafür getan, dass viele Westeuropäer sein Land nicht mehr bloß für eine Provinz Russlands


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