Der Grenzgänger

Politik | THOMAS PRLIC | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

SLOWAKEI Früher hieß es für den emigrierten slowakischen Künstler Jan Fekete am Grenzübergang nur "Bitte warten!". Nun malt er auch in Wien. ´

Grenzen zu überschreiten, das weiß Jan Fekete, kann ganz schön mühsam sein. Vor allem dann, wenn man nicht nur in zwei verschiedenen Städten lebt und arbeitet, sondern wenn diese Metropolen jahrelang durch einen Stacheldraht voneinander getrennt waren. Mitte der Neunzigerjahre, der Draht war längst durchschnitten, da hatte Fekete einen Lehrauftrag an der Angewandten in Wien und unterrichtete parallel an der Kunstakademie in Bratislava. Doch das Warten war wie früher. "Es gab an den Grenzen immer riesige Schlangen", erinnert sich der gebürtige Slowake, "man musste bis zu zwei Stunden warten." Einmal auf dem Weg nach Bratislava. Und dann auf dem Weg retour.

  Die Kontrollen an der Grenze sind seit ein paar Jahren nicht mehr so streng wie früher. Bald werden sie Vergangenheit sein. Fekete hofft, dass der EU-Beitritt der Slowakei seine


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