PRESSESCHAU

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

Die Welt wird täglich komplexer und ist kaum mehr mit wenigen Worten zu erklären. Nun ist der Kollektivvertrag für Journalisten nicht der schlechteste, aber für den undankbaren Job, Schwieriges möglichst zu versimpeln, sollte es hie und da eine kleine Prämie geben. Gerade die Schreiber leben in dieser fast undurchschaubaren Welt immer mit der Gefahr, selbst zu straucheln. Kürzlich hat es die Krone-Journalistin Doris Vettermann erwischt. "Kleine Gemeinde soll 50 Illegale aufnehmen", titelte sie in der Krone über den Protest des niederösterreichischen Dorfes Haselbach, das "50 Asylanten unterbringen muss". Der Bürgermeister hätte lieber eine andere Lösung für seine Gemeinde: "Etwa 20 Flüchtlinge würden wir gerne aufnehmen." Und wer kommt jetzt wirklich nach Haselbach? Illegale, die gar nicht in Österreich sein dürften? Flüchtlinge, die längst als politisch Verfolgte anerkannt sind? Oder gar Asylanten, die eigentlich Asylwerber genannt werden, weil sie noch auf den Ausgang ihres Verfahrens warten? "Im neuen Flüchtlingsheim sollen hauptsächlich Frauen und Kinder, die in großer Not sind, untergebracht werden."


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