Kommentar

Morak & Mailath: Baustelle Kulturpolitik

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

Da saßen sie also, zum ersten Mal seit Monaten, wieder zusammen in einer Pressekonferenz: Kunststaatssekretär Franz Morak und der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny gaben die gemeinsame Entscheidung bekannt, ein neues Haus für das Klangforum Wien mitzufinanzieren (siehe Seite 74). Solche kulturpolitische Einträchtigkeit zwischen Bund und Stadt hat mittlerweile Seltenheitswert - und das nicht erst, seit der Bund im Vorjahr die Förderungen für die Wiener Festwochen strich und der Staatssekretär und sein ehemaliger Sektionsleiter während der folgenden Streitereien ihren Ruf als dauerzankendes rot-schwarzes M&M-Doppel öffentlichkeitswirksam verbreiteten.

Auf der Baustelle des neuen Klangforum-Hauses in Margareten aber saß das Duo beinahe einträchtig beieinander und übte sich zunächst einmal in diplomatischer Untertreibung - die freilich etwas fehl am Platze war. Denn das Klangforum Wien ist nicht einfach nur "eines der wichtigsten", sondern anerkanntermaßen das wichtigste


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