STADTMENSCHEN

Stadtleben | aus FALTER 18/04 vom 28.04.2004

Pünktlich zum 150. Hochzeitstag eröffnete in der Hofburg das Sisi-Museum. Katrin Unterreiner und Rolf Langenfass haben sich in den vergangenen Jahren ausführlich mit Leben und Leiden der immer noch beliebten Kaiserin befasst und zeichnen ein überraschend anderes Bild der schwermütigen Hofburg-Anrainerin. "Wir wollten den Mythos Sisi von den gängigen Vorstellungen befreien", erzählt die Kuratorin, die sich gemeinsam mit Bühnenbildner Langenfass auf die "Spurensuche nach der historischen Persönlichkeit" gemacht hat. "Wir bieten keinen wissenschaftlichen Abriss über Sisi an, sondern einen Dialog, eine Begegnung mit ihr", sagt Langenfass. Und so können Besucher ab sofort - bildlich gesprochen - unter Sisis Rock schlüpfen und zwischen düsteren Installationen, traurigen Gedichten und dunklen Visionen die Schicksalsjahre einer Kaiserin suchen. Die berühmte Mordfeile ist dabei auch zu sehen. C. W.


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