Emanzen und Tussis?

Politik | EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 19/04 vom 05.05.2004

FRAUENPOLITIK Seit Außenministerin Benita Ferrero-Waldner über "linke Emanzen" herzog, brechen alte Gräben auf. Was bringt den Frauen mehr? Feministische Programme oder bürgerliche Role-Models? 

Seit der Monarchie hat sich offenbar nichts verändert. Johanna Dohnal zitiert dieser Tage gerne eine Schrift aus dem Jahre 1917: "Sie jubelten, wenn irgendwo in der Welt eine Frau Professor oder Ministerialrätin wurde oder sonst irgendeine Leistung vollbrachte. Dass es nicht nur um die Heraushebung einzelner Bevorrechteter, sondern um die Hebung der so schlecht gestellten Frauenarbeit überhaupt ging, übersahen sie." - So zog die Gewerkschafterin Käthe Leichter über die bürgerliche Frauenbewegung her. Die ehemalige Frauenministerin Dohnal findet, dass ihre Analyse heute noch auf ÖVP-Politikerinnen passt.

  Seit sich Benita Ferrero-Waldner als "erste Frau" stilisierte, die in die Hofburg einziehen könne, sind alte Gräben wieder aufgerissen und fast vergessene Debatten neu entfacht:


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