Suppe versalzen

GERALD JOHN | Medien | aus FALTER 19/04 vom 05.05.2004

ORF Staatssekretär Franz Morak will den ORF kontrollieren, damit dieser seine Seher nicht mit Werbung zumüllt. Doch der Sender wehrt sich. 

Die Kamera zoomt auf den Mixer, bis jeder den Firmennamen lesen kann. Glücklicherweise findet die Köchin den Schalter nicht gleich, so ist der Name Krups besonders lange im Bild. Schließlich bringt sie das Gerät doch noch in Gang und verquirlt die Zutaten für ihre Erdäpfelblattln - natürlich auch keine No-Name-Produkte. Denn in der ORF-Sendung "Frisch gekocht ist halb gewonnen" werden mit Vorliebe Markenprodukte vermanscht: Freilandeier von Toni, Milch von Ja, natürlich!, Reis von Uncle Ben's. Und zum Runterspülen empfiehlt der Moderator ein Stiegl-Bier.

  Schleichwerbung, wie sie ein deutscher Privatsender kaum penetranter ins Programm schummeln könnte. Doch darf das auch ein öffentlich-rechtlicher Sender wie der ORF? Ja, sagen die Werber am Küniglberg, schließlich sei Productplacement laut Gesetz unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

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