Daddy und die Discokugel

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 19/04 vom 05.05.2004

MUSIK Rodney Hunter war schon als Kind mit Peter Kruder befreundet und spielte als Halbwüchsiger bei der bösen Mordbuben AG. Heute ist er eine der prägenden Figuren der heimischen HipHop- und Elektronik-Szene. Jetzt bringt der US-Wiener sein erstes Soloalbum heraus. 

Rodney Hunter erwartet den Falter im Kaffeehaus; eine nicht wirklich zum dunklen Anzug passende Kappe repräsentiert den HipHopper in ihm. Für den Wien-Elektroniker muss der Ort des Interviews als Beitrag zur Klischeepflege genügen, denn die sprichwörtliche Gemütlichkeit dieser Szene hat in den nächsten vierzig Minuten keinen Platz. Hunter ist zwar grundsätzlich ein sehr entspannter Typ; die zu Gesprächsbeginn bestellte Fritattensuppe findet aber erst lauwarm Beachtung, nachdem er mit ausgeprägtem Selbstvertrauen und charmantem Hang zur Ausschmückung aus einem Leben erzählt hat, das seit frühester Kindheit von Musik geprägt ist.

  Ausgelöst wurde diese Leidenschaft schon im Elternhaus. Sein um zehn Jahre älterer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige