Endlich Festival

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 19/04 vom 05.05.2004

FESTWOCHEN Diesen Freitag werden vorm Rathaus die Wiener Festwochen eröffnet - mit einem gratis Open-Air-Spektakel. 

Am Anfang steht gleich das Ende. Zu Tommaso Giovanni Albinonis "Adagio" wird diesen Freitag um 21 Uhr auf den Videowalls vor dem Rathaus ein Kreislaufzusammenbruch zu sehen sein. Wissenschaftlich-abstrakte Bilder zeigen den menschlichen Körper transparent und zerbrechlich, steht im Konzept zum Eröffnungsspektakel der Wiener Festwochen 2004. "Endlich Leben!" lautet der Titel der Veranstaltung, die für 45.000 Zuschauer vor Ort über die Bühne geht und auf ORF 2 auch live übertragen wird.

  Zum zweiten Mal in Folge sorgt die Neue Sentimental Film mit Regisseur Roland Loibl für die fernseh- und publikumsgerechte Umsetzung der Festivaleröffnung. Normalerweise produziert die Filmfirma Werbefilme, aber auch TV-Highlights wie die "Sendung ohne Namen" oder das nicht unumstrittene Kunstfernsehen "Sunshine Airlines". Entsprechend optisch wird die Veranstaltung auch heuer wieder werden.

  Nationale und internationale Künstler aus den unterschiedlichsten Bereichen sollen dann versuchen, die "Philosophie eines Wiener Lebensgefühls" aufzustöbern, irgendwas zwischen Michel Houellebecqs "Elementarteilchen" und Cordoba-Sieg. Es gehe, so die Macher der Show, "um eine true story, die du tagtäglich erlebst und die kurz-, mittel- oder langfristig mit Sicherheit ein Ende finden wird".

  Der Festwochen-Eröffnungsabend wird moderiert von Schauspieler Karl Merkatz, es spielt das Wiener Sinfonieorchester unter Johnny Bertl, aber auch die Jazzsängerin Anna Lauvergnac, der Musicalstar Máté Kamerás oder die deutsche Band Hellfire und viele andere - die große bunte Vielfalt eben. Und am Ende steht das Leben: Endlich Festwochen. Endlich Sommer!

Festwochen-Eröffnung, Fr 7.5., ab 21 Uhr,

1., Rathausplatz.


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