TIER DER WOCHE

Mutterwitz

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 19/04 vom 05.05.2004

Der Muttertag dräut. Das amerikanische Konzept dazu aus dem letzten Jahrhundert ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Neuausgabe. Statt lebenslanger Mutterliebe gibt es jetzt schon Eizellen auf Bestellung. Frauen bieten ihr Erbgut der Güteklasse A - was auch immer das sein mag - zu fantastischen Preisen auf den internationalen Eizellenbörsen an: Für eine Eizelle muss man satte 10.000 bis 50.000 Euro löhnen. Reproduktionsmedizin ist eine Branche jenseits der Gynäkologie geworden, in der Leihmütter, In-vitro-Fertilisationslabors und Präimplantationsdiagnostik nicht nur Schlagworte sind, sondern auch die gesetzlichen Grundlagen dafür in vielen Ländern bereits geschaffen wurden.

Aber auch wenn man ein fremdes Ei ausgetragen hat, kann man eine gute Mutter sein, mag da die Frau von der Straße einwerfen. Der mütterliche Einfluss auf das Glücksbefinden der Kinder ist nach dem britischen Psychologen Richard Wiseman von der University of Hertfordshire irrelevant. In einer aktuellen


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