VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 20/04 vom 12.05.2004

Oft ist es ratsam, sich bei Überfülle von Großem auf das Kleine, Unscheinbare zurückzuziehen. Wenn ein 20 Jahre alter Falter vor substanziellem Zeug derart strotzt, dass man kaum weiß, was man nun zitieren soll, entscheidet man sich halt für eine Kurzmeldung, Abteilung Ausland.

  "Endlich ist der Beweis gelungen, dass Hunderttausende wohlmeinender Kuschelbärte und Alpakapullover sich nicht durch den Kauf ihrer Jutetaschen in höchste chemische Gefahr gebracht haben. Das Umweltministerium Hessen hatte nämlich Anfang dieses Jahres der Presse mitgeteilt, in Jutesäcken aus Indien seien große Rückstände hochgiftiger Insektizide und Pestizide gefunden worden. Der Spiegel griff die Sache auf, und als bereits alles geklärt war, zockelte auch die Kleine Zeitung/Graz noch hinterher.

  Und jetzt kommen wir und sagen: Ruhig bleiben, die Sache steht so. Die inkriminierte Jute kam aus Indien, die beliebten Jutesäcke mit der Aufschrift "Jute statt Plastik" oder "EZA 3. Welt" oder "Hunger


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