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Politik | aus FALTER 20/04 vom 12.05.2004

EUROPA Wenn sie am Bildschirm auftauchen, gähnt die Nation. Zu Unrecht. Österreichs EU-Parlamentarier sind die interessanteren Politiker. In Brüssel hat ihr Wort Gewicht.

Was für ein seltsamer Wahlkampf. Wer dieser Tage österreichische EU-Abgeordnete über ihre politischen Gegner ausfragt, bekommt gar nicht viel Böses zu hören. Keine rote Fundamentalopposition, keine schwarze Giftküche, keine grünen Schreckgespenster, keine blauen Feindbilder. Der Kandidat der FPÖ, Hans Kronberger, wird von den Grünen als "fleißiger und engagierter Umweltfachmann" gelobt. Die Roten streicheln die Schwarzen und umgekehrt. "Wir sind ein gutes Team", sagt etwa der Rote Abgeordnete Hannes Swoboda. Einig sind sich die Vertreter der vier Parteien nur in ihrer Abneigung gegenüber dem einst für die SPÖ gestarteten Journalisten Hans Peter Martin. Die Kritik: der wilde Abgeordnete, der die Schlagzeilen des Boulevards diktiert und nun seine etwas totalitär gestrickte "HPM"-Partei gegründet hat, diskreditiere


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