"Der Krieg ist verloren"

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 20/04 vom 12.05.2004

IRAK Der US-Politologe Michael Mann über den drohenden Abzug der US-Truppen, Folter-Lehrgänge und die Chancen von Bush-Herausforderer John F. Kerry. 

Der Politologe Michael Mann, britischer und amerikanischer Staatsbürger, unterrichtet an der London School of Economics, in Yale und in Cambridge. Im Vorjahr brachte er den Band "Die ohnmächtige Supermacht" heraus, ein Buch, das sich aus der Menge amerikakritischer Bücher durch seinen ruhigen Ton, sein überzeugendes Gespür für Ambivalenzen heraushebt. Diese Woche war Mann auf Einladung des Karl-Renner-Instituts in Wien.

Falter: Markieren die Bilder aus dem Foltergefängnis in Abu Ghraib den Wendepunkt in der US-Strategie, Demokratie mit militärischen Mitteln zu verbreiten?

Michael Mann: Ich denke, der Krieg im Irak war schon verloren. Der Skandal gibt dieser Niederlage nur eine zusätzliche moralische Dimension, nicht zuletzt im Hinblick auf die arabische, moslemische Haltung den USA gegenüber. Die arabische Welt wird das Ganze nicht


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