FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 20/04 vom 12.05.2004

Lustigsein ist verdammt schwer, und wenn die ORF-Unterhaltungsmenschen das endlich einmal schaffen, sind sie dementsprechend glücklich, ganz klar. So wie beim Finale der Comedy-Show "echt fett", einer flotten Version der alten versteckten Kamera, bei der drei Jungs (ein Ö3-Heini, ein "Taxi Orange"-Überlebender und ein wirklich witziger Comedian) ihre Mitmenschen verarschen. Das machen die Buben auch ziemlich gut. So gut, dass in den "Best of"-Folgen zum Ende der zweiten Staffel gleich diverse wichtige Menschen des Unterhaltungsimperiums zu Wort kommen und das große Spaßwerk loben. Die Comedy-Beauftragte des Senders findet die Jungs einfach Klasse, der "echt fett"-Regisseur ist sehr glücklich, die Darsteller erzählen noch einmal ihre allerliebsten eigenen Wuchteln. Menschlich total nachvollziehbar, wie sie sich alle freuen, nur lassen sie dabei eine Tatsache elegant unter den Tisch fallen: Interessierte Seher internationaler Comedy-Formate haben schon nahezu jeden Gag und jede Absurdität aus "echt fett" vor langer Zeit woanders gesehen: In "Trigger Happy TV" aus Großbritannien, einer der großartigsten Urmütter der fies-poetischen Publikumsverarsche.


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